Hanse Classics


Berichte 2022


 

„AUFTAKT  2022“

 

45.Klassiktrial des 1.Celler Trialclub am 26.3.

 1.Hanse Classics Lauf 2022

 

Wie gewohnt boten die Celler Trialer 4 Spuren in 15 Sektionen, die es galt 2x zu probieren. Ungewöhnlich gut war die Wetterlage für diesen frühen Termin: trocken, meist sonnig und relativ warm. Diese sehr guten Bedingungen lockten über 80 Fahrer mit den verschiedensten Motorrädern aus den 30ern bis Baujahr 1992, also von der NSU OSL bis zur Montesa 310.

 

In dieser breiten Palette klassischer Motorräder waren allerdings nur eine Ossa, gefahren von Maike Bolte, eine Bultaco von Maik Karallus und eine Italjet mit Gerrit von Althoff dabei. Aber auch seltenes Gerät wie eine Panda von Thomas Rauch oder Jochen Kleines Norton 500T waren zu sehen.

 

Sogar in der Lumo Klasse (luftgekühlter Motor, ein Federbein für das Hinterrad bis Baujahr 1992) wurde von Horst Matejat ein richtiges Motorrad durch die schwerste, die hammerharte Spur gescheucht: eine Honda RTL 250 S. Für diese Motorrad musste man seinerzeit relativ viel Geld hinlegen. Allerdings gab es damals auch nichts vergleichbares zu kaufen; die Mitbewerber hatten nur taktlose Motoren, sogenannte 2-Takter zu bieten.

 

In der Twinshockklasse war ein polarisierendes Schrauberobjekt von Axel Einfeldt dabei. Sein mehr oder eher weniger zum Trialen umgebauter Honda CB/CM 400 Twin konnte bei diesem Praxistest noch nicht recht überzeugen und erntete Reaktionen von Kopfschütteln bis begeisterten Beifall. Wichtig ist aber nur, dass Axel Freude daran hat.

 

Unter den Fahrern waren mit über 20 Ersttätern auffällig viele Hanse Classics-Neulinge. Darunter viele echte Anfänger, die in der einfachen Einsteiger Spur gut aufgehoben waren. Aber es gab auch neue Fahrer mit viel Erfahrung, wie zum Beispiel Udo Lewandowsky (Deutscher Meister 85 und 86). Er bewegte seine Montesa 348 sehr erfolgreich durch die hammerharte Spur. Allerdings war ihm Andreas Kregel mit seiner Fantic-Special ganz dicht auf den Fersen, siehe auch die Ergebnisliste.

 

Diesmal reisten keine Fahrer aus Dänemark an, vermutlich da dort am nächsten Tag auch eine Klassiktrialveranstaltung stattfand. Der Skandinavienbeauftragte Max Clausen kann davon mehr berichten. Leider haben auch Einige das Trialen eingestellt, zum Beispiel die beiden Seniormeister des OC Lüneburg Werner Piepho und Manfred Westermann. Damit sind die Altersklassen Ü80 und Ü90 leider verwaist. Ich hoffe die beiden in der Zukunft aber doch mal als Zuschauer begrüßen zu können. Werners Triumph Tiger Cub wird nun von Henning Sievers in Bewegung gehalten.

 

Familie Behrens erzielte das beste Ergebnis: Maja brauchte nur einen Stützfuss und Vater Lars blieb als einziger komplett sauber. Macht 0,5 Punkte im Familienschnitt. Insgesamt blieben die Punkte über alle Spuren im normalen Rahmen von 0-77. Die Fahrer schwerer Motorräder mit zeittypischer Bodenfreiheit wünschten sich für die leichte und schwere Spur weniger Stufen oder die Möglichkeit der Umfahrung.

 

Aber das ist Detailkritik an einer Veranstaltung, die insgesamt ein hohes Wohlfühlniveau bot. Bei der pokalfreien Siegerehrung sahen die Teilnehmer geschafft, zufrieden ja sogar glücklich aus. Danke an den 1. Celler Trialclub (Ich muss mal schauen was eigentlich beim 2. Celler Trialclub so los ist) für den schönen Tag. Einige Bilder findet ihr unter www.forum.hondatrial.de  , Regionale Veranstaltungen, Hanse-Classics 2022.

 

 

Am 23.4. lädt der MC Heide zum 2. Hanse Classics Lauf.

 

Machts gut bis dahin.

 


 

DER BERG RUFT !

 

6. Dithmarscher Klassiktrial des Heider MC am 23.4.

2. Hanse Classics Lauf 2022

 

Die Adresse „Höchster Berg“ für das neue Trialgelände des Heider Trialclub weckte erstmal Erwartungen. Es ist aber ja klar, dass es in ganz Schleswig-Holstein nichts gibt was man ernsthaft „Berg“ nennen kann. Aber alles ist relativ.

 

Den 60 Klassikfahrern präsentieren sich wunderbare Hügel und Hänge in vielen verschiedenen Steilheitsgraden auf denen die Trialer um Werner Thießen und Olaf Sacht 15 Sektionen verteilt hatten.

 

Auf dem neuen Gelände in einem noch aktiven Kiesabbau liegen Hoffnungen für einen Trialpark in der Zukunft. Laut Werner: „Das ist dann für die nächste Generation!“ Aber wir durften es heute schon nutzen.

 

Mit 10 Startern ist die Pre-Unit Klasse ungewöhnlich stark besetzt. Der Ursprung dieser hier auch meist naturbelassenen Versionen liegt in den 40er-50er Jahren. Und erstmals greift diesmal auch

 

Triumph in die Schwermetallklasse ein. Udo Thyssen, der über 500km Anreise in den hohen Norden nicht scheute, bringt eine seltene 3S an den Start. Die 3S hat einen Starrahmen mit seitengesteuerten 350er Motor. Die Mehrheit, der hier vertretenen Pre-Unit-Motorräder, hatte übrigens keine Hinterradfederung. Das spart Gewicht, Kosten und Abstimmungsarbeit.

 

Gerade für die naturbelassenen Motorräder mit eher geringer Bodenfreiheit waren die Sektionen angenehm stufenfrei. Klassiktrial vom Besten! Die anfangs Respekt einflössenden Abschnitte waren durchweg gut fahrbar. Von wenigen Ausreissern abgesehen blieben die Punktezahlen in allen 4 Spuren angenehm niedrig. Für Details schaut bitte in die Ergebnisliste.

 

Aus Dänemark reiste diesmal nur Bultacofahrer Leif Nielsen an. Wirken sich hier die hohen Treibstoffpreise aus? Zum Glück ist wenigstens der Verbrauch im Wettbewerb nicht mal bei einer 350er Bultaco nennenswert. Die Anfahrt zum Wettbewerb ist da deutlich Kosten treibender.

 

Insgesamt war es wieder eine rundherum gelungene Veranstaltung. Schade nur, dass einige Fahrer und Organisatoren nicht zur Siegerehrung bleiben konnten, da sie zu einer zeitgleich stattfindenen Ehrung ihrer Erfolge im Jahr 2021 mussten. Daher noch besonderen Dank an Susanne Thießen, die die Veranstaltung bestens zum Abschluss brachte.

 

Den 3. Hanse Classics Lauf richten die Preetzer am Himmelfahrtstag aus. Damit knüpfen sie an die Tradition, der von Werner 7-Haar ausgerichteten Vosskuhlentrials an.

 

Machts gut bis dahin.

 


 

„SPARVERSION“

 

15. Klassiktrial des MSV Preetz am 26.5.

 3. Hanse Classics Lauf 2022

 

Der 3. Hanse Classics Lauf des Jahres fand wieder im hohen Norden in der Nähe von Kiel, nördlich von Preetz im East Coast Trialcenter des MSV Preetz statt. Bei bestem Wetter wurden den knapp 50 Startern ausnahmsweise leider nur 11 Sektionen mit 3 Runden geboten.

 Dies hat 2 gravierende Nachteile:

 1.     Bei höheren Starterzahlen gibt es Stau vor den schwierigen Sektionen.

 2.     Um auf ein ähnliches Punktelevel, wie bei den sonst üblichen 2x15 Sektionen zu kommen, müssen die Sektionen schwieriger gesteckt sein. Denn Punkte werden in der Regel in der ersten Runde gemacht. Ein hoher Schwierigkeitsgrad mag für ein modernes Trial mit jungen Fahrern, die sich noch entwickeln wollen, richtig sein. Für Klassiktrial gilt dies eher nicht. Ideal sind da Rudi Fourstroke Munstermanns 1x30 Sektionen, aber leider nicht in jedem Gelände realisierbar.

 Von Vorteil ist natürlich der geringere Arbeitsaufwand mit wenigen Sektionen für die Sektionäre. Doch beim Gruppentrial entfällt der hohe Zeit-und Personalaufwand für Punktrichter. In der Gesamtbilanz steht ein Gruppentrial mit vielen Sektionen immer gut da.

 

Mittlerweile haben sich meist sogar 4 Spuren etabliert. Erstmals wurde auch in Preetz eine ganz leichte Spur geboten. Hier konnten die Fahrer sich vom A zum E einen Weg suchen ohne auf die Tore der höheren Spuren Rücksicht zu nehmen. Das ist eine prima Idee, die dem Sektionär die Arbeit etwas erleichtert, allerdings nicht völlig davon entbindet auf diese Spur zu achten. Zum Teil mußte die nächst höhere Spur genommen werden, weil kein anderer Weg möglich war.

Bei aller Kritik war es trotzdem eine schöne Veranstaltung, die für fröhliche Gesichter bei der Siegerehrung sorgte. Danke dafür an Ingo Brügge, das Vollgasteam und die anderen Helfer des MSV Preetz.

 

Herausragender Fahrer war Lokalmatador Milan Schmüser, der in der hammerharten Spur mit seiner Twinshock-Fantic nur einen Fehler machte. Sein aufwendiges 6 tägiges Training in Schottland hat sich positiv ausgewirkt. Auf der Seite www.ssdt.org ist er im kurzen Film vom 2. Tag zu sehen, er ist die Nummer 193.

 Mit 6 Fahrern gab es eine relativ starke Beteiligung aus Dänemark. 2 der dänischen Fahrer hatten moderne Telegabeln mit vorverlegter Achse in ihre BSA`s verbaut. Damit sind dann die eigentlich sehr liberalen Bauvorschriften für Pre65-Motorräder nicht mehr erfüllt. So konnten keine Punkte für die Gesamtwertung vergeben werden.

 

Die weiteste Anreise wurde wieder mit einem Kasten Kaltgetränk mit Bügelverschluss belohnt. Und den hatte sich Nico Böwe aus Berlin wirklich verdient, zumal er seine BSA erstmals schweißtreibend durch die schwere Spur getrieben hatte.

 

Weitere Ergebnisse entnehmt bitte der Ergebnisliste.

 

Weiter geht es beim OC Lüneburg Anfang Juli, machts gut bis dahin.

 

 

 


Berichte 2021


"DANISH DYNAMITE"

 

5.Klassiktrial Des MC Heide am 17.7.

1.Hanse Classics Lauf 2021

 

Die Corona-Pandemie zwang im Frühjahr zu vielen Absagen der Veranstalter. So auch beim Heider MC. Doch als sich die Lage entspannte wählte man einen Ersatztermin, der jetzt allerdings auch mit den auch wieder einsetzenden Urlaubsfahrten konkurrierte.

Trotzdem kamen bei bestem Wetter fast 50 Klassikfahrer um nach der Veranstaltungspause Freunde wieder zutreffen. Einen der besonders aktiven Trialer und Hanse Classics Veranstalter der ersten Stunde können wir leider nicht mehr wiedersehen. Aber vielleicht schaute Werner 7-Haar uns  von einer anderen Warte aus zu. Wir probierten was mit zum Teil großem Trainingsrückstand  fahrerisch noch geht. Dazu boten Chefsektionär Olaf Sacht und sein Knecht Rainer Frauen 4 Spuren in 2x15 Sektionen, die das sei gleich vorweg genommen, sehr gut passten (siehe Ergebnisse).

In Heide gibt es mittlerweile eine starke Klassikgruppe, die von Werner Thießen trainiert wird. Und das mit Erfolg. Am Ende  lagen in den modernen Klassen mit Twinshock- und Lumo-Motorrädern, die in der Tageswertung gemeinsam gezählt werden, die Heider vorn: Ralf Löding war mit einer Fantic 245 ganz vorn in der hammerharten Spur, Fabio Sacht, Fantic 200, Erster in der schweren Spur, Matthis Braun, Honda TLR 200, Bester in der leichten Spur und Herbert Stobbe, Montesa 242, dito in der nicht immer so ganz einfachen einfachsten Spur. Trainer Werner hielt sich in der schweren Spur geschickt zurück, indem er gleich zu Beginn eine 5 produzierte, da an seiner Fantic in der Sektion das Gemisch nicht durch den geschlossenen Benzinhahn zum Vergaser vordringen konnte. Hand hoch wem das noch nie passiert ist - ah ja keine Meldung.

Die leichte und schwere Spur mit Motorrädern für Erwachsene, also PRE65-Maschinen, wurden jeweils von Teilnehmern aus dem benachbartem Dänemark gewonnen: Niels Ole Hald mit seiner BSA B40 in der Schweren Spur und Erik Schjering, Triumph Tiger Cub, lag in der leichten Spur vorn. In der Gruppe lagen die Fahrer der schweren Spur allerdings alle dicht beieinander. Mit 5-10 Punkten waren sie besser als alle Twinshock- und Lumo-Fahrer (14-64 Punkte). Wirklich besser als alle? Nein ausgerechnet der jüngste Teilnehmer Fabio Sacht erlaubte sich nur 4 Fehlerpunkte. Fabio ist das Siegen gewohnt: auch in der Fernsehshow „Klein gegen Gross“ lag er bei einem Trialwettbewerb vorn. Wer es nicht gesehen hat ihr findet es auf You Tube oder in der ARD-Mediathek.

Im Gegensatz zum Vorjahr streben wir eine Jahreswertung an. In der Hoffnung das die insgesamt 4 Läufe auch stattfinden können, sollen die 3 besten Läufe gewertet werden. Wer schon in Heide dabei war könnte sich also ein Streichergebnis erlauben.

 

Wir sehen uns in Preetz am 7.8., in Oeversee am 28.8. und in Celle am 23.10.21.

Macht es gut bis dahin.


„BERLINER POKALE“

 

13.Klassiktrial des MSV Preetz am 7.8.

 2. Hanse Classics Lauf 2021

 

Auch die Preetzer setzen alles daran Veranstaltungen durchzuführen. Und obwohl die Wetterprognose nicht so freundlich war, schien die Sonne den ganzen Tag bis zur Siegerehrung. Da gab es ein paar von den angekündigten Tropfen.

Doch zurück zum Anfang: Mitorganisator und Vollgasteamchef Björn Schmüser war mit der Beteiligung von knapp 40 Fahrern nicht ganz zufrieden. Klar der Macher hofft immer, dass möglichst viele Fahrer seine Sektionen genießen. Wie immer wurden 15 Stück davon geboten mit je 3 Spuren. Alles bewußt nicht zu schwer angelegt, aber doch so, dass jeder ein paar Punkte machte (siehe Liste). Okay, Fabio Sacht setzte nur einmal einen Fuß, wohingegen Mike Florin 122 Punkte einfuhr. Er ist wohl schon bei der Nennung falsch abgebogen.

Als für Nennung und Auswertung Zuständiger bin ich über ein übersichtliches Fahrerfeld nicht so unglücklich. Insgesamt macht eine geringe Zahl Fahrer so eine Veranstaltung zu einer insgesamt sehr entspannten Sache. Und am Ende siehst du bei der Siegerehrung nur strahlende Gesichter.

Auch aus Dänemark waren wieder Strahlemänner angereist. Neu dabei Eli Petersen, der mit seiner 47er Ambassador das älteste Motorrad stellte, gefolgt von Hans Reiters Dürkopp von 1951.

Hans stellte darüber hinaus seinen neuen 350er Jawa 2-Takt-Twin Thomas Kleppe zur Verfügung, der damit sofort gut klar kam.

Mir stellt BSA schon seit 2020 eine 250er C15 zur Verfügung. Der Marktführer wollte mich nicht mehr mit der Tiger Cub des kleinen Tochterunternehmens Triumph sehen. So stand die BSA am Start, doch ich schwächelte nach der langen Pause.

Die weiteste Anreise nahmen Michael Ernst (Majesty-Yamaha 320) und Ralf Görlich (Honda TLR 250) mit etwa 500 Kilometern auf sich. Dafür gab es, gestiftet von Jörg Demmler, eine Kiste Hopfenkaltschale.

Die Lumoklasse kommt langsam in Gang. Hier waren immerhin 6 Teilnehmer mit Motorrädern, die nur ein Federbein und einen luftgekühlten Motor haben am Start. Für mich käme da nur eine Honda RTL mit ordentlich gesteuerten Gasströmen in Frage.

Die Fahrer, der an sich sehr treuen Gruppe PRE 65 PRE-Unit, waren alle im Urlaub. Nein stimmt nicht ganz: einer durfte nicht mit und hatte dafür viel Spass mit seiner AJS 16 C: Bernhard Kilian.

Die Berliner Gerd und Sabine Spychala konnten leider auch nicht kommen. Doch Gerd hatte eine Menge schöner Plaketten und Fliesen gestaltet und als Siegprämien zur Verfügung gestellt. Die gab es zusätzlich zu den hier traditionellen „Wurst-und Käsepokale“.

Der 3. Lauf findet am 28.8. beim MSC Schleswig in der Nähe von Oeversee statt. Damit wäre die diese Jahr kleine, aber bisher feine Hanse Classics Serie fast ein Schleswig-Holstein Cup wäre da nicht noch der Endlauf im niedersächsischen Celle am 23.10.

 

Machts weiter gut!


„GRENZNAH“

 

Klassiktrial des MSC Schleswig bei Oeversee am 28.8.

 3. Hanse Classics Lauf 2021

  

Die Wettervorhersage war sicher, dass es Regen gibt. Die lange Anfahrt war dann auch fast komplett im Regen. Vor Ort dann zwar bedeckter Himmel, der  sein Wasser aber halten kann. Ob das so bleibt? Das Gelände südlich von Flensburg des MSC Schleswig ist allerdings sehr regentolerant. Der Grip verändert sich dort kaum, egal ob nass oder trocken.

Fast 50 Starter beim nördlichsten Trial Deutschlands zeigen, dass Klassiktrial jetzt auch in Schleswig-Holstein immer beliebter wird. Chefsektionär Max Clausen erstellte 15 sparsam bebänderte Sektionen mit je 3 Spuren. Trotz seiner Mahnung sich die Sektionen genau anzuschauen, übersah der ein oder andere Fahrer mal einen Richtungspfeil. Die Sektionen bis in die leichte Spur auch mit Stufen und Steinen versehen. Dadurch der Anspruch etwas höher als bei den voran gegangenen Läufen. In der schweren Spur war dies etwas zum Nachteil für die Fahrer richtiger Motorräder, wie die Punkte der BSA-Riege (19-22) gegenüber dem allerdings auch in überragender Form angetretenen Rainer Amerpohl (3) mit seiner leichten Jawa zeigten.

Diesmal kamen sogar 8 Fahrer aus dem nahen Dänemark zum Punkte sammeln. Niels Ole Hald hat sogar schon an 3 Läufen teilgenommen und ist somit schon mit seiner BSA in die Hanse Classics Gesamtwertung gefahren. Mit Rainer Frauen und Uli Schöps ist er Anwärter auf den Klassensieg. Rainer Amerpohl steht dagegen schon als Gesamtsieger der Klasse Pre65 2-Takt fest. Für Lumo-Fahrer Ralf Löding gilt das Gleiche. Auch er hat bei 3 Starts 3x seine Klasse gewonnen. In den anderen Klassen ist noch nichts entschieden. Steffen Lasch und Bernhard Kilian sind die Favoriten in der Klasse Pre Unit. Bei den Twinshockern liegen Fabio Sacht, Jörg Demmler und Werner Thießen vorn.

Diese Entscheidungen fallen beim Endlauf in Celle am 23.10. , Start 13 Uhr. Keine Entscheidung gab es in Oeversee zwischen Horst Grabowski und Holger Zilian, die beide nur 2 einzelne Füße setzten. Daher beide auf Platz 1 in der Klasse Twinshock leichte Spur.

Diesmal wird es in Celle kein Abendessen mit Gesamtsiegerehrung geben. Das Wetter wird dort hoffentlich so gut wie hier in Schleswig/Oeversee. Denn hier blieb es den ganzen Tag über trocken. Erst auf der A7 Richtung Süden setzte wieder Regen ein und einen Punkt, der in Flensburg gezählt wird, hab ich wohl auch noch gesammelt. Von einem Gewitter war der Blitz jedenfalls nicht.

Auf ein gesundes Wiedersehen in Celle.

 

Infos zu den Hanse Classics findet ihr neuerdings auf der Internetseite von Werner Corßen:

 trial-training.jimdofree.com

Die Seite hanse-classics.de werden wir auslaufen lassen. 


„CELLER TRIALFEST“

 

44. Klassiktrial des 1. Celler Trialclub am 23.10.

4. Hanse Classics Lauf 2021

 

 

Den fast 80 Fahrern wurden 15 Sektionen mit je 4 Spuren im vielfältigen Celler Gelände geboten. Wie immer alles bestens vorbereitet, doch war die Stimmung dieses mal besonders gut. Die ganztägig scheinende liebe Sonne trug natürlich dazu bei, aber vor allem freuten sich viele Teilnehmer hier Freunde und Bekannte nach längerer Zeit wieder zusehen.

Die ganz einfache Spur war diesmal wirklich Anfängertauglich gesteckt, wobei Anfänger allerdings nicht bedeutet noch nie mit einem Trialmotorrad Sektionen probiert zu haben. Wird diese Spur angeboten wird sie auch gut angenommen, das sollten Veranstalter bedenken.

Die leichte Spur durchaus mit Anspruch, aber der mittlerweile großen Gruppe von routinierten Fahrern gut angepasst. Fehlerpunkte von 2-64 belegen dies.

Die schwere Spur verlangt deutlich mehr Können. Diesmal waren relativ viele Stufen eingestreut, diese allerdings gut anfahrbar. Für Fahrer von schweren Motorrädern schon eine Herausforderung. Aber trotzdem auch hier überwiegend moderate Punkte mit 2-3 Ausreißern, die vielleicht in der falschen  Spur genannt hatten?

Von der schwersten, der hammerharten Spur bin ich soweit entfernt, dass ich sie nicht beurteilen kann. Augenscheinlich hatte die kleine Gruppe aber viel Spaß an den Herausforderungen.

Einige Teilnehmer aus Deutschland nahmen weite Wege in Kauf um dabei zu sein. Dänische Teilnehmer waren seit diesem Jahr bei jedem Lauf dabei. Hier gab es zusätzlich noch Fahrer aus den Niederlanden und Schweden. Dazu kamen auch aus Schweden Ehrengäste: Familie Witzke. Hans Witzke verdanken wir zu einem großen Teil dieses schöne Trialgelände.

Bei den Skandinaviern werden die Motorräder manchmal noch skrupelloser modernisiert als bei uns. So fiel auch diesmal wieder eine BSA auf, die mit einer Gabel mit vorgelegter Radachse ausgestattet war. Dies ist bei den Hanse Classics in den PRE65 Special-Klassen nur für Motorräder gestattet, die werksseitig so in Serie gefertigt wurden. Dies war zum Beispiel bei Royal Enfield der Fall. Der Teilnehmer kommt so nicht in die Gesamtwertung der Hanse Classics.

Immerhin haben es 27 Fahrer in dieser kurzen Saison in die Gesamtwertung geschafft. Es werden die 3 besten Läufe der insgesamt 4 möglichen gewertet. Wer 4x gefahren ist hat ein Streichergebnis.

In der noch relativ neu nachgerückten ( ja wir werden alle älter ) Lumo-Klasse konnte sich Ralf Löding mit seiner Fantic 245 klar bis ganz nach vorne durchsetzen.

Ruhig, souverän gewinnt Jörg Demmler für Yamaha die Twinshock-Klasse, dicht gefolgt von Werner Thießen (Fantic 200).

Rainer Amerpohl (Jawa) hätte sich mehr Mitstreiter in seiner Klasse Pre65-2-Takt-Specials gewünscht, aber Thomas Kleppe und Volker Richter stiegen zu spät ein um ihm den Klassensieg streitig zu machen.

Danish Dynamite bei den Pre65 Unit-Specials! Niels Ole Hald ist knapp vor Uli Schöps und Andreas Weber vorn. Alle fahren BSA, was auch sonst?

Nachdem der Favorit in der Königsklasse mit Motorrädern für Erwachsene Pre65-Pre-Unit-Specials Steffen Lasch (BMW) hier leider nicht starten konnte fuhr Bernhard Kilian seine recht authentische AJS 16C vor Volker 7-Haar (NSU OSL 251) und Dirk Heinrichs (Matchless G3 L) nach vorn.

Dieser Hanse Classics Endlauf in Celle fand seinen Abschluss mit der Siegerehrung, die noch bequem bei Tageslicht vor 18 Uhr gelang. Die sonst im Anschluss stattfindende Gesamtsiegerehrung entfiel diesmal. Die „Trophäen“ werden den Teilnehmern bis Ende des Jahres zugesandt. Informationen der Hanse Classics findet ihr im Netz unter :

trial-training.jimdofree.com 

 

Einen schönen Winter und ein gutes Wiedersehen in einer vielleicht reichhaltigeren Saison 2022.